140 Teilnehmer beim Kinderfonds Stiftertreffen

Bild Alexander Brochier

"Auf diesen Abend habe ich seit Jahren gewartet. Wir haben uns nicht über Autos, Schiffe, Immobilien oder Geldanlagen unterhalten, sondern ausschließlich über soziales Engagement! Die Kinderfonds Stifterfamilie wird immer größer", freute sich Alexander Brochier, Gründer und Vorsitzender des  Kinderfonds über den Verlauf des Stiftertreffens am 5. Dezember. Am Kinderfonds Stiftertreffen, das dieses Jahr auf Schloss Stein bei Nürnberg stattfand, nahmen rund 60 Stifter und 80 Interessierte teil.

 

Bild Schloss TafelDas Schloss wurde von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, einem langjährigen Kinderfonds-Stifter, für das Treffen zur Verfügung gestellt. Das Jugendstil-Schloss mit seiner ungewöhnlich gut erhaltenen Außen- und Innenarchitektur sowie die Lage inmitten eines beeindruckenden Gründerzeitensembles aus Produktionsstätten, Villen und einem ausgedehnten Landschaftspark gaben der Veranstaltung einen festlichen Rahmen, den die Stifter mit anregenden Gesprächen und lebendigen Projektberichten ausfüllten.

 

So erzählte Erich Schuster, der Gründer der defacto.stiftung unter dem Dach des Kinderfonds, von seinem Projekt "Hauptschul-Power". Motiviert für dieses Projekt hat Schuster sein eigener Werdegang: Selbst Hauptschulabsolvent hat er sich in zahlreichen Abendschulen fit für die Zukunft gemacht und ist heute Inhaber eines Unternehmens mit über 800 Mitarbeitern. Die Idee hinter dem Projekt „Hauptschul-Power" ist einfach, aber effektiv: Schuster verspricht den Schülern ab der achten Klasse einen Ausbildungsplatz, wenn sie sich in der Schule entsprechend anstrengen. Die Zusage für die Ausbildungsplätze lässt er sich vorher von befreundeten Unternehmern wie Alexander Brochier geben. So gibt es für das Projekt im Herbst 2008 rund 250 Ausbildungsplätze für rund 150 Hauptschüler. Dabei setzt die Stiftung auf Wochenend-Workshops, in denen erfahrene Pädagogen und Trainer den Hauptschülern Werte vermitteln, Berufsfelder aufzeigen oder die berufliche Eignung der Teilnehmer feststellen.

 

Die Perspektive auf einen sicheren Ausbildungsplatz motiviert die Jugendlichen so sehr, dass seit Beginn des Programms 99 von 100 Teilnehmern ihren Abschluss geschafft haben. Für das Projekt „Hauptschul-Power", das seit 2007 in der Metropolregion Nürnberg läuft, wurde die Stiftung aus Erlangen im Oktober 2008 von den Wirtschaftsjunioren Deutschland und den Junioren des Handwerks in Kooperation mit den INTER Versicherungen und dem Unternehmermagazin impulse mit dem zweiten Preis in der Kategorie Ausbildungs-Initiativen ausgezeichnet.

 

Bild Hubert SchwarzAußerdem setzt die defacto.stiftung auf die Unterstützung von Prominenten. Durch ehrenamtliche Auftritte in den teilnehmenden Schulen und ihre persönlichen Lebensgeschichte zeigen die Prominenten: Anstrengung lohnt sich. Auch der Extremsportler und Stifter Hubert Schwarz ist darunter.

 

Neben der Vorstellung des „Hauptschul-Power"-Projekts berichteten andere Stifter und Unternehmen über ihr soziales Engagement: Unter anderem erzählte Hubert Schwarz von einer ganz besonderen Fundraising-Aktion: der Besteigung des Kilimandscharo. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG berichtete über ‚Corporate Volunteering', bei dem das Unternehmen Mitarbeiter bei ihrem gemeinnützigen Engagement unterstützt. Neben all diesen Informationen kam auch das Rahmenprogramm nicht zu kurz: Eine ausgezeichnete musikalische Einlage an Klavier und Violine rundete den Abend feierlich ab.

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